Malta Air Boeing 737-800 landet nach Mehrfach-Durchstarten unter Mindesttreibstoff
Eine Malta Air Boeing 737-800 musste am 3. Oktober 2025 nach mehreren Fehlanflügen wegen Sturms und Kommunikationsproblemen nach Manchester ausweichen und landete unter Mindesttreibstoff.
Am 3. Oktober 2025 führte eine Boeing 737-800 der Malta Air mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 9H-QBD im Auftrag von Ryanair den Flug FR-3418 von Pisa nach Prestwick durch, als die Besatzung wegen widriger Wetterbedingungen im Zusammenhang mit Sturm Amy mehrfach durchstarten musste und schließlich mit knappem Treibstoffvorrat in Manchester landete. Das Flugzeug landete rund 110 Minuten nach dem ersten Durchstarten sicher auf der Bahn 23R in Manchester. Es gab keine Verletzten.
Details zum Vorfall
Der Flug von Pisa nach Prestwick verlief bis zum Anflug planmäßig. Aufgrund von Windböen und Wetterbedingungen brach die Besatzung den ersten Anflug auf Prestwick ab und ging in Warteschleife. Nach einem zweiten fehlgeschlagenen Anflug in Prestwick aufgrund von Windböen entschied sich die Crew für eine Umleitung nach Edinburgh. Dort führte das Flugzeug ebenfalls einen Fehlanflug durch. Nach diesem erneuten Durchstarten erklärte die Besatzung eine Notlage und steuerte Manchester an, wo die Maschine mit einer Resttreibstoffmenge von 363 kg landete. Dies lag unter der finalen Treibstoffreserve von 1.100 kg. Die Besatzung hatte zuvor einen Ausweichflug nach Manchester beantragt, der jedoch zunächst aufgrund von Kommunikationsproblemen am Flughafen abgelehnt worden war, woraufhin der Flug zunächst nach Edinburgh umgeleitet wurde.
Untersuchungen zum Vorfall
Die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIB stufte den Vorfall als schweres Ereignis ein und leitete eine Untersuchung ein. Am 24. September 2026 veröffentlichte die AAIB ihren Abschlussbericht. Als Hauptursache wurden mehrere windbedingte Fehlanflüge aufgrund von Sturm Amy sowie ein Kommunikationsproblem am Flughafen Manchester identifiziert, das zu einer anfänglichen Ablehnung der Ausweichlandung führte. Infolge des Vorfalls bekräftigte der Flughafen Manchester gegenüber Beteiligten seine Richtlinien zur Annahme von Ausweichflügen.
